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Warum sollten sich Unternehmen jetzt mit der Bewertung von Nachhaltigkeitsrisiken befassen?



Von den Gefahren des Klimawandels bis hin zu den grausamen Arbeitsbedingungen in einigen Ländern haben die jüngsten Nachrichten ein sehr düsteres Bild der globalisierten Lieferketten gezeichnet. Infolgedessen rücken Themen wie Menschenrechte und Umweltfragen zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.



Einzelne Bürger haben zunehmend Interesse an nachhaltigen Waren und Konsum gezeigt, und nun beschleunigt die Gesetzgebung den Weg zu nachhaltigen Lieferketten. Verschiedene Länder haben bereits Schritte unternommen, um diese Themen anzugehen, wie das Lieferkettengesetz in Deutschland, das im Januar 2023 in Kraft treten wird. Damit wird sichergestellt, dass Unternehmen soziale und ökologische Risiken in ihrer Lieferkette überwachen und abmildern.



Die Initiative der Europäischen Kommission


Auf breiterer Ebene hat sich die Europäische Kommission mit dem Vorschlag einer Richtlinie über die unternehmerische Sorgfaltspflicht im Bereich der Nachhaltigkeit zu Wort gemeldet, die 50 000 Unternehmen betreffen wird. Diese Verordnung verpflichtet die Unternehmen, bei ihren Entscheidungen die Auswirkungen ihres Handelns auf die Menschenrechte, den Klimawandel und die Umwelt zu berücksichtigen. Die Unternehmen werden nun einer unabhängigen Prüfung und Zertifizierung unterzogen, um zu überprüfen, ob die von ihnen vorgelegten Informationen zuverlässig sind. Die Einhaltung der neuen Richtlinie durch die Unternehmen wird immer wichtiger. Deshalb unterstützt unser neues Instrument zur Nachhaltigkeitsrisikobewertung (Sustainability Risk Assessment, SRA) die Unternehmen bei der Analyse und Minderung von Nachhaltigkeitsrisiken in ihren Lieferketten.



Die sozialen und ökologischen Aspekte


Wie wichtig diese Initiativen sind, wird deutlich, wenn man sich die Berichte über das Fehlverhalten von Unternehmen in den letzten Jahren ansieht. So sind beispielsweise Länder wie Australien, die USA und Brasilien in letzter Zeit wegen Menschenrechtsverletzungen ins Rampenlicht gerückt. Geschichten über Kinderarbeit und die Ausbeutung illegaler Einwanderer, die ohne soziale Rechte arbeiten müssen, haben dazu geführt, dass Vorschriften erlassen wurden, die neben dem Schutz der Menschenrechte auch den Schutz der Umwelt zum Ziel haben. Die Unternehmen müssen nun ihre Arbeitsweise ändern, um die neuen Nachhaltigkeitsrichtlinien einzuhalten. Diese Änderungen reichen von großen Veränderungen wie der Begrenzung des CO2-Ausstoßes bis hin zum einfachen Bewusstsein dafür, von wem die Unternehmen ihre Produkte beziehen. Letzteres mag zwar leicht zu erreichen sein, kann sich aber als schwierig erweisen, wenn man es beispielsweise mit komplexen globalen Lieferketten zu tun hat. Speziell in der Lebensmittelindustrie erfordert eine bewusste Kaufentscheidung viel Zeit und Aufmerksamkeit, da die sozialen und ökologischen Risiken nicht immer leicht zu ermitteln sind.



Wie kann Agriplace helfen?


Agriplace deckt diese Risiken auf, misst und analysiert sie mit dem Modul Sustainability Risk Assessment (SRA), das Einblicke in ökologische, soziale und Governance-Risiken geben kann. Mit Hilfe von Informationen aus 18 renommierten Datenbanken kann das SRA einen Überblick verschaffen, der Unternehmen dabei hilft, Risiken in ihren Lieferketten zu mindern, indem das Produkt, die bezogene Menge und das Land oder sogar die Region des Lieferanten berücksichtigt werden.


Sobald die Informationen vorliegen, erstellt das System eine maßgeschneiderte Analyse, bei der der Benutzer die Gewichtung der Risikodimensionen je nach Prioritäten anpassen kann. Sobald alle Informationen über die Risiken der eigenen Lieferkette gesammelt sind, kann der Kunde auf der Agriplace Supply Chain Approval Plattform die entsprechenden Maßnahmen ergreifen. Auf diese Weise hat der Benutzer eine klare Vorstellung davon, welche zusätzlichen Nachweise von jedem Lieferanten benötigt werden, um potenzielle Risiken zu mindern. Dies gibt Unternehmen und ihren Investoren die Gewissheit, dass ihre Lieferanten die neuen Sorgfaltspflichtgesetze einhalten und dass sie sich moralisch und nachhaltig verhalten.

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